Bildung muss für alle möglich sein

28. November 2009  Redaktion

OrtsvorstandDIE LINKE fordert nach Einkommen gestaffelte Kindergartengebühren

Im Vergleich zu anderen Städten in Baden Württemberg gehen bei uns zu wenige Kinder in Kindergärten und Kindertagesstätten. Hier findet bereits in der frühen Kindheit eine soziale Auslese statt. Bildung sollte für alle möglich und erschwinglich sein. Unter diesem Gesichtspunkt hat sich der Vorstand der Gmünder LINKEN kritisch mit der Gebührenordnung für Kindertageseinrichtungen der Stadt Schwäbisch Gmünd auseinander gesetzt.

Einerseits werde im Strategiepapier des Gemeinderats zurecht eine Sprachförderung für unter Dreijährige gefordert, so die Gmünder LINKEN, andererseits erhebt die Stadt einen Gebührensatz für die Kinderbetreuung der es oftmals Familien, die gerade Sprachförderung bräuchten, unmöglich macht den Kindergarten zu besuchen.

Die drastischen Gebührenerhöhungen im Juli sind für viele Familien ein Problem, vor allem im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Angesichts der Kosten gebe es viele Eltern die es sich erst gar nicht überlegten ihre Kinder in die Betreuung zu geben, da ein großer Teil des Verdienstes aus der Berufstätigkeit direkt in die Betreuung einfließen würde.

Der Ortsvorstand der LINKEN fordert eine gestaffelte, nach Einkommen gegliederte Gebührenordnung, wie es sie im übrigen schon in vielen Städten, auch in der Gmünder Nachbarschaft, gibt. Die zwei Stadträte Peter Müller und Sebastian Fritz der LINKEN wollen bei den Haushaltsberatungen einen solchen Antrag einbringen und hoffen auf Unterstützung durch die anderen Fraktionen.

Sehr erfreut zeigten sich die Vorstände über die Gründung eines Gesamtelternbeirates. „Wir unterstützen die Forderungen nach einem Umdenken bei der Gebührenordnung genauso, wie wir auch einen enormen Handlungsbedarf bei den Öffnungszeiten der Kindertageseinrichtungen sehen,“ so der Ortsvorsitzende Siegfried Pilbauer.

Links zum Thema:

- Gebührenregelung in Aalen

- Gebührenregelung in Stuttgart

- Gebührenregelung in Schwäbisch Gmünd