Beim Tunnelfilter setzt die CDU weiterhin auf Hoffnung …

04. Dezember 2010  Redaktion

Was ist von einem Staubsauger zu halten, der den Dreck nicht in einen Staubbeutel, sondern einfach in die Luft bläst? Vermutlich wenig. Und genau mit diesem Beispiel versuchen Bürger und Politiker aus Schwäbisch Gmünd ihren Ärger mit dem B29-Tunnel zu erklären. Ende 2012 soll der Stadttunnel fertig werden. Allerdings ohne Staubfilter, bzw. Tunnelfilter. Und das ist ihrer Meinung nach ein Fehler. Hinzu kommt, dass sich viele getäuscht fühlen, weil im Zusammenhang mit den Tunnelabgasen plötzlich ganz andere Zahlen auftauchen. Ärger, der sich bei einer Bürgerversammlung Luft gemacht hat. Landesschau Reporter Bernd Schlecker war dort.

Es war schon bemerkenswert mit welcher Prominenz die CDU bei der Veranstaltung am Schönblick anwesend war. Dies war nicht nur dem Umstand geschuldet, dass sie den Filter unbedingt wollen, sondern vielmehr, dass sie vor einem Protest light wie bei S21 Angst haben.

Es ist noch nicht lange her, da leuchteten alle Feinstaubampeln auf Rot! Eilig wurden Umweltzonen eingerichtet – auch zum Teil mit unüberlegten Folgen wie das nicht mehr anfahren können des TÜV`s in Schwäbisch Gmünd – und der Bürger nahm die Folgen mit einem leichten Mürren hin.

Das ist nicht selbstverständlich, denn es war mit zum Teil erheblichen Kosten für Umweltplakette, dem Nachrüsten von Diesel Rußpartikelfiltern und sogar der Erneuerung von ganzen Fahrzeugflotten bei Kleinunternehmern verbunden.

Dennoch wurde es mitgetragen.

Jetzt haben wir die Situation, dass durch den neuen Gmünder Tunnel alle Feinstäube und Stickstoffoxide im Bereich des Tunnels gesammelt wären und anstatt diese dann zu filtern, werden sie einfach so in den Himmel geblasen.

Dies ist nicht hinnehmbar, denn die Bürger haben durch das Akzeptieren der Umweltzone gezeigt, dass Ihnen der Kampf gegen die Feinstaubbelastung etwas wert ist. Nun ist die Politik dran!

DIE LINKE freut es sehr, dass sich in dieser Frage alle einig sind und gemeinsam an einem Strang ziehen. Diese Vorgehensweise wird auch von uns bevorzugt, aber die Herren Scheffold und Barthle müssen sich schon fragen lassen, warum noch nichts pasiert ist?

Herr Scheffold wird nicht müde, auf den CDU Versammlungen in seinem Wahlkreis das Milliardenprojekt Stuttgart 21 in ein gutes Licht zu rücken und dabei die positiven Nebeneffekte für die Umwelt zu betonen. Unsere Position dazu ist ja bekannt. Wenn er es aber mit dem Umweltschutz ernst nähme, dann könnte er hier und jetzt ein klares Zeichen setzen und einer unbestrittenen Bürgerforderung zur Realisierung verhelfen!

Kürzlich ging die Meldung durch die Presse, dass das High Tech Land Baden Württemberg im bundesweiten Vergleich zurückgefallen sei.

Diese Meldung sollte den Verantwortlichen schon zu denken geben und daher sollte auch aus Sicht der Linken die Forderung eine eindeutige sein. Wir wollen keinen zweitklassigen Filter, sondern wir wollen den Besten um damit neben der sauberen Luft auch noch die hiesige Wirtschaft zu unterstützen.