Bei Reichen holen

30. Oktober 2015  Ortsvorstand, Presse, Redaktion
Bildschirmfoto 2015-10-30 um 08.41.57Zur Politik von Bundeskanzlerin Merkel:
Derzeit fragen sich zu recht viele Bürger: Wo war und wo ist das freundliches Gesicht unserer Bundeskanzlerin gegenüber Menschen in Notsituationen hier im Land? Was tut sie für diejenige, die von Jobcentern gedemütigt und in miese Billiglohnjobs gedrängt werden? Wo ist Frau Merkels freundliches Gesicht gegenüber der alleinerziehenden Mutter, die ihre Kinder nur noch dank des Angebots der Tafeln satt bekommt? Oder gegenüber der stark steigenden Zahl von Menschen, denen nach einem langen Arbeitsleben Armut im Alter droht?
All diese Notsituationen lässt CDU/SPD seit vielen Jahren zu. Es ist klar: Wer selbst von Zukunftsangst gequält wird, der ist selten bereit, anderen mit offenen Armen eine Perspektive zu bieten. Aber natürlich könnte man es schaffen. Deutschland ist ein reiches Land. Aber dann muss man eben auch den Mut haben, sich das Geld bei den Reichen zu holen und nicht bei der Mittel- und Unterschicht. Allein die 500 reichsten Familien in Deutschland haben ein Privatvermögen in Höhe von über 600 Milliarden Euro. Die zehn reichsten Familien kassieren zusammen Dividenden in Höhe von 2,4 Milliarden Euro im Jahr. Aber statt solch unverschämten Reichtum höher zu besteuern, werden Mietern in kommunalen Wohnungen schon gekündigt, um Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen. Durch diese katastrophale Politik, gepaart mit einer steigenden Zahl von Waffenexporten in Krisengebieten, sät man nur den Nährboden für Pegida, AfD und Co.
Joachim Denke, Schwäbisch Gmünd

 

© Gmünder Tagespost 29.10.2015 19:30:34