Baldungkreisel wird gebaut

30. Januar 2014  Gemeinderat, Presse, Redaktion

petermueller-300x2811Baldungkreisverkehr und Pfitzerkreuzung werden im Frühjahr gebaut. Der Gemeinderat lehnte am Mittwoch einen SPD-Antrag ab, das Vorhaben zu überdenken und erst nach der Landesgartenschau zu realisieren.

Kuno Staudenmaier

Schwäbisch Gmünd. 30 Räte stimmten gegen den SPD-Antrag, 15 dafür, es gab eine Enthaltung. SPD-Fraktionsvorsitzende Sigrid Heusel begründete den Antrag: Der Verkehr sei überraschend deutlich zurückgegangen, funktioniere auch an der Baldungkreuzung. Die Landesgartenschau sei ein wichtiges Marketinginstrument für Schwäbisch Gmünd, da sollte sich die Stadt optimal präsentieren. Eine Baustelle sei deshalb nicht wünschenswert. Leider habe man es nicht geschafft, Baldungkreuzung und Pfitzerkreuzung vor der Landesgartenschau zu bauen, das Vorhaben „wurde dem mehrheitlichen Gemeinderats-Wunschkonzert geopfert“. Heusel erinnerte auch an die Einbußen des Handels in Schwäbisch Gmünd während der Zeit der Tunnelbaustelle. Nun liege die Hoffnung auf guten Geschäften während der Landesgartenschau. Auch aus diesem Grund sei eine Baustelle fehl am Platz.

Argumente, denen sich andere Fraktionen nicht mehrheitlich anschließen konnten. Celestino Piazza (CDU) erinnerte an den Mehrheitsbeschluss am 24. Juli vergangenen Jahres für einen Baldung-Kreisverkehr und den Umbau der Pfitzerkeuzung. Der Verkehr werde während der Landesgartenschau trotz Kreuzungsumbau fließen. Das geringere Verkehrsaufkommen spreche noch mehr für den Kreisverkehr, weil Kritiker immer befürchtet hätten, er sei bei hoher Fahrzeugdichte fehl am Platz.

„Es gibt keine neuen Argumente“, sagte Karl Miller (Grüne), der sich für einen Teil seiner Fraktion äußerte. Bemerkenswert sei die städtebauliche Verbesserung bei einem Kreisverkehr. Schließlich habe die Stadt viel in eine schönere Ortseinfahrt im Westen investiert, den positiven Eindruck müsse man auch dem Osten gönnen. Außerdem werte das die Schmiedgassen auf. Ullrich Dombrowski (FW/FDP) wollte keinen weiteren Aufschub beim Kreuzungsumbau. Das Vorhaben könne nur noch teurer werden. Außerdem sei provisorisches Aufhübschen im Bereich der Baldungkreuzung bis zur Landesgartenschau mit zusätzlichen Kosten verbunden, „das können wir nicht leisten“. Auch Karin Rauscher (FW Frauen) ist überzeugt, dass das geringere Verkehrsaufkommen für einen Kreisel spricht. Darüber hinaus habe sich seit dem Gemeinderatsbeschluss nichts geändert. Abgelehnt hat den SPD-Vorschlag auch Peter Müller (Linke). Der zweispurige Kreisel am Schmiedturm und die Pfitzerkreuzung werden parallel umgebaut und wohl gleichzeitig fertiggestellt. Das verändert auch die Schmiedgassen. Eine Einfahrt aus der Pfitzerkreuzung in die Hintere Schmiedgasse ist dann nicht mehr möglich. Der Bereich wird für Fußgänger umgestaltet. Autos fahren aus Richtung Bahnhof oder Mutlangen kommend um den Schmiedturm in die Schmiedgasse ein. Der Umbau wird jetzt ausgeschrieben, könnte im April beginnen.

© Gmünder Tagespost 29.01.2014