Ausdauer, Verantwortung und Zuversicht

24. Dezember 2011  Presse, Redaktion

Zum Jahresabschluss des Ortsverbands der Linken Schwäbisch Gmünd haben die beiden Vorsitzenden Nicole Marter und Volker Wamsler auf ein intensives Jahr zurückgeblickt. Die Ergebnisse bei der Landtagswahl und bei der Volksabstimmung zu Stuttgart 21 stehen in keinem Verhältnis zur geleisteten guten Arbeit gerade hier in der Region. „Gute Argumente aber auch Maßnahmen zur soziale Umverteilung von oben nach unten und gegen die bestehenden Mehrheitsverhältnisse brauchen Zeit, Anerkennung und eine gehörige Portion Courage“, unterstrich Peter Yay-Müller. Die Arbeit der Stadträte der Linken wurde sehr positiv bewertet. Auch die hohe Zustimmung mit 95,81 Prozent zum neuen Bundesparteiprogramm wurde zufrieden bewertet.In der anschließenden Diskussion ging es vorrangig um das Thema Volksentscheid zu S21. Alle Anwesenden waren sich einig, dass durch die Abstimmung das Projekt nicht besser geworden ist und sich die Kritiken nicht in Luft auflösen. Insbesondere die neuesten Ankündigungen über eine Kostensteigerung in Höhe einer halben Milliarde Euro und der erfolgreichen Klage des BUND im Zusammenhang mit den möglichen Gefahren für den Juchtenkäfer sowie Vögel- und Fledermausarten belegen einmal mehr die Befürchtungen der Kritiker. Daher wird DIE LINKE auch in Zukunft an der Seite des Stuttgarter Aktionsbündnis bleiben und das Projekt weiterhin kritisch begleiten. Scharf kritisiert wurde die Ankündigung von den Grünen „Jetzt ist das Ergebnis halt so wie es ist und wir müssen bauen“ (Siehe frühere Zeitungsberichterstattung). „Für die besseren Argumente gegen Stuttgart 21, müssen wir weiterhin Einstehen und Ausdauer beweisen“ so der Appell von Sebastian Fritz. „Die Grünen sind gut beraten weiterhin an der Seite der Projektgegner zu stehen und nicht einfach ihre Überzeugung von Gestern über Bord werfen“, so der Ortsvorsitzende Volker Wamsler. „Wir sind es gewohnt dass man sich in einem Aktionsbündnis solidarisch verhält und nicht nur auf die Außenwirkung bedacht ist“, bedauert Sebastian Fritz das Verhalten der Grünen im Bündnis.

Im Resümee zur Gemeinderatsarbeit kamen ebenfalls viele Themen zur Sprache. Aktuell wurde die Initiative des Arbeitskreises Mobilität und Verkehr begrüßt. „Ein Verkehrskonzept für Schwäbisch Gmünd, das einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt ist schon längst überfällig. Es bedarf einen Blick darauf wie sich die Mobilität ob zu Fuß, per Auto, aber auch mit Fahrrad, Kinderwagen oder Rollstuhl fließend in unserer Stadt entwickeln kann. Auch die Beschleunigung für den ÖPNV und die beiden angedachten Kreisverkehre an der Pfitzer- und der Baldungskreuzung werden dabei ausdrücklich begrüßt,“ fasst Peter Yay Müller die Diskussion zusammen. Neben der Anhörung von Verkehrsexperten ist die Verfahrensweise von Schlichtungen bei Interessenskonflikten mit den Bürgern für Die Linke maßgeblich. Was bringt uns ein Verkehrskonzept das vielleicht funktioniert, jedoch zu dem Preis, dass sich vor den Toren der Stadt die Autos stauen? Außerdem befürchten wir, dass sich somit der Autoverkehr auf die Nordachse Großdeinbach – Wetzgau/Rehnenhof zunehmend verlagert. Dies kann den Anwohnern dort nicht auch noch zugemutet werden und würde die Zustimmung der Linken nicht erhalten“, so der Stadtrat Sebastian Fritz.

Ein weiterer Gegenstand der Diskussion war der geplante Jugendpark und das Projekt EULE auf dem Areal des Güterbahnhofes. Hier kam auch der Umgang mit dem Stadtjugendring zur Sprache. „So wie hier mit dem Dachverband der örtlichen Jugendverbände umgesprungen wird, ist es nicht verwunderlich, wenn sich immer mehr aus der Jugendarbeit ausklinken“, so Martin Lennartz. Dennoch sind die beiden Stadträte zuversichtlich, dass zumindest die Ankündigung von Herr Dr. Bläse eine Hundertprozentstelle für diesen Bereich zu schaffen, auch umgesetzt wird. „Wir kennen Herrn Dr. Bläse als jemanden der seinen Versprechungen auch nachkommt“, so Sebastian Fritz.