Aus drei mach vier

15. Juni 2010  Gemeinderat

In der letzten Bau- und Umweltausschusssitzung wurde unter anderem das Thema Fehrlesteg behandelt. Aufgrund der großen Anteilnahme in der Bevölkerung (Gründung einer Initiative zum Erhalt des Stegs, …) gab es jetzt von der Verwaltung drei Vorschläge (siehe unter Weiterlesen), wie mit diesem “leider” nicht mehr Sanierungsfähigen Steg umgegangen werden soll.

Aus Sicht der im Aufbau befindlichen Fraktion DIE LINKE wurde dabei die vierte Möglichkeit vergessen – nämlich die Verschrottung dieses Bauwerks. “Alle drei Möglichkeiten kosten uns sehr viel Geld, was in der Kinderbetreuung, den Sozialtarifen, … fehlt und eine Verschrottung würde uns nicht Geld kosten – sondern noch Geld einbringen. Wir sehen die starke Verbundenheit mit diesem Bauwerk, aber man muss eben auch realistisch sein”, so Peter Müller in seiner Stellungnahme.

1. Variante – Nostalgischer Fehrlesteg:

Der nostalgische Fehrlesteg wird in seinem  Zustand belassen. Mit einem Minimalaufwand wird er als Relikt in der Nähe des Fehrleparkhauses im Schotterbett inszeniert. Die notwendigen Haushaltsmittel für die Umsetzung der Variante 1 stehen im Haushalt nicht zur Verfügung. Die Umsetzung dieser Maßnahme soll in Federführung eines bürgerschaftl. Engagement erfolgen.

2. Variante – Wiederverwendung des Fehrlestegs als Terrasse:

Der Fehrlesteg wird auf rund 16,50 m Spannweite reduziert (ursprüngliche Spannweite ca. 24,00 m). Die reduzierte Spannweite wird in der Nähe des Fehrleparkhauses in Form einer Terrasse entlang der Rems eingebaut (siehe hierzu die Anlage 1 – ein Lageplanausschnitt mit der Terrasse am Remsufer). Die Kosten hier würden sich auf ca. 135.000 € belaufen (Anlage 2). Die notwendigen Haushaltsmittel für die Umsetzung der Variante 2 stehen im Haushalt nicht zur Verfügung.

3. Variante:  Einbau des Fehrlesteges in Höhe der Asylstraße

Es wurde vorgeschlagen, dass der Fehrlesteg in Verlängerung der Asylstraße eingebaut werden soll. Dies ist ohne weiteres nicht möglich. Zum Einen müsste der Fehrlesteg aufwendig saniert werden. Die Kosten werden mit ca. 253.000 € angesetzt (Anlage 3). Zum Anderen besteht dann das Problem, dass aufgrund der unterschiedlichen Geländehöhen (ca. 1 m) auf Seite der Uferstraße und auf Seite der Grabenallee eine Anrampung geschaffen werden müsste oder eine nicht behindertengerechte Treppenanlage. Die notwendigen Haushaltsmittel für die Umsetzung der Variante 3 stehen im Haushalt nicht zur Verfügung.