Auch so hätte der Sebaldplatz werden können

Schwäbisch Gmünd. Die Stadt hat auch bei den Planungen für die Neugestaltung des Sebaldplatzes den Bürgern und Anwohnern kaum Zeit gegeben, mitzudiskutieren. Darüber waren sich die meisten Anwohner am Montagabend einig mit Linke-Fraktionssprecher Sebastian Fritz und BUND-Regionalgeschäftsführer Andreas Mooslehner.

Anlass war ein Vor-Ort-Termin in der Grünanlage, bei der der Designer Max Ottenwälder, dessen Büro ebenfalls am Sebaldplatz liegt, seine Alternativplanung für diesen Bereich vorstellte – eine Planung von der die Stadträte bei der Beschlussfassung zu diesem Thema nichts wussten, wie Fritz versicherte.

Ottenwälder sagte, dass er seine Planung der Verwaltung vorgestellt habe, sie aber „aus Kostengründen“ abgelehnt worden sei. Er kritisierte die vom Gemeinderat beschlossene Planung des Landschaftsarchitekten Jörg Stötzer als „ziemlich langweilig“. Überdies, so Ottenwälder, wären bei seiner eigenen Planung, die einen mäandernden Weg vorsieht, mehr Bäume erhalten geblieben. „Für mich als Anwohner wäre diese Planung akzeptabler gewesen“, sagte ein Teilnehmer des Treffens und fasste damit die Mehrheit der Wortmeldungen zusammen. Eine Frau wies darauf hin, dass die Grünanlage auch eine wichtige klimatische Funktion für das Viertel habe. Sie fühlte sich von der Stadtverwaltung schlecht informiert.

Fritz und Mooslehner unterstrichen vor allem den Baumschutz bei den anstehenden Umgestaltungen für die Remstal-Gartenschau. Immerhin habe der Arbeitskreis Baumschutz inzwischen einen weiteren geschädigten Baum auf dem Zeiselberg festgestellt. Mooslehner berichtete, dass an der Lorcher Straße 13 zur Landesgartenschau gepflanzte Eichen derzeit absterben. Die Bürger, so der BUND-Geschäftsführer, sollten häufiger selbst Alternativen zu Vorschlägen der Stadt vorlegen.

© Gmünder Tagespost 30.07.2018 20:46