Arbeitsplätze, Ja! – Amazon, Nein!

02. Dezember 2019  Ortsvorstand, Presse, Redaktion

Der neue Vorstand von links nach rechts:
Marie Eigenbrod, Kurt Wahl, Volker Wamsler, Freya Zanek, Thorsten Ulrich, Lucia Denke, Georg Schäfer, Dennis Herbst und Christian Zeeb

Stellungnahme des Ortsverbandes DIE LINKE Schwäbisch GmündMitglieder des Ortsverbandes der Linken Schwäbisch Gmünd trafen sichmit Amazon Beschäftigten. Sie sprechen sich gegen die Eröffnung einesLogistikzentrums von Amazon in Schwäbisch Gmünd aus.Diese Entscheidung begründet der Ortsverband mit den unzumutbarenArbeitsbedingungen, für die Amazon mittlerweile weltweit bekannt ist.Mitglieder des Ortsverbandes trafen sich kürzlich bei einem Gewerk-schaftstreffen mit Amazon Mitarbeitern von mehreren Standorten, umsich über die Arbeitssituation aus erster Hand zu informieren. Dabei klag-ten die Amazon-Mitarbeiter über verheerende Arbeitsbedingungen. Siefühlen sich als „Teil einer Maschine“. Entsprechend hoch sei bei Ihnenauch die Krankenquote. An manchen Tagen teilweise bis zu 20 % unddarüber. Muskel- und Skeletterkrankungen und psychische Erkrankun-gen seien ebenfalls keine Seltenheit.Zudem wird ein großer Teil der deutschlandweit bei Amazon beschäftig-ten Mitarbeiter nur befristet eingestellt. Außerdem klagten die Amazon-Mitarbeiter, dass ihre Arbeitsschritteüberwacht werden. Gerade für die befristeten Mitarbeiter sei der Leis-tungsdruck hoch. Gleichzeitig macht Amazon in Deutschland einen Um-satz von mehreren Milliarden Euro, zahlt jedoch so gut wie keine Steu-ern. Das alles sind unhaltbare Zustände, welche DIE LINKE in SchwäbischGmünd nicht akzeptieren kann. Es gehe dem Ortsverband dabei nichtdarum neue Arbeitsplätze abzulehnen, die Arbeitsbedingungen bei Ama-zon sind jedoch schlicht und einfach menschenverachtend. Außerdemsei zu befürchten, dass die Eröffnung eines Logistikzentrums mit einemexorbitant hohen und nicht in Relation stehenden Fläschenverbrauchund Verkehrsaufkommen verbunden sei.Insgesamt sei es richtig, dass sich die Stadt um Arbeitsplätze bemühe,um insbesondere der schwächelnden Autoindustrie etwas entgegen zusetzen. Größtenteils befristete Arbeitsverträge bei Amazon seien jedochaus Sicht der Linken, die denkbar schlechteste Alternative.