Anfragen im Gemeinderat zu verdienten Tunnelkämpfern, Jugendpark und Kiesäcker

28. November 2013  Gemeinderat, Presse, Redaktion, Sebastian Fritz

Sebastian-Fritz„Fehlende Unabhängigkeit“ warf Stadtrat Westhauser SPD am Mittwoch OB Arnold vor: Dieser habe wichtige Fürsprecher und Akteure des Tunnelbaus in seiner Dankadresse nicht genannt. Weitere Anfragen im Gemeinderat betrafen Jugendpark und Kiesäcker.

SCHWÄBISCH GMÜND (bt). Stadtrat Sebastian Fritz (Linke) war gestern im Gemeinderat gar nicht glücklich über die am Montag im Ältestenrat bekanntgegebene Änderung der Pläne für den Freizeit– und Jugendpark am früheren Güterbahnhof. Dieser soll nun in zwei Phasen entstehen – die zweite, die eine Überplanung des Geländes zwischen der EULE und der Stiftung Haus Lindenhof vorsieht, soll erst nach der Landesgartenschau verwirklicht werden. Diese Flächen werden Bürgermeister Dr. Joachim Bläse zufolge als thematisch passende Gartenschau-​Ausstellungsfläche benötigt. Um diese Entscheidung habe man bis zum Schluss gerungen; deshalb sei auch der Jugendgemeinderat noch nicht informiert worden.

Hans-​Jürgen Westhauser (SPD) brachte in seiner Anfrage scharfe Kritik an OB Richard Arnold vor. Als es bei der Tunneleröffnung darum gegangen sei, Dank zu sagen, seien Oberbürgermeister nicht aufgeführt worden, die Maßgebliches beigetragen hätten: „Wäre es nicht anständig gewesen, sie zu nennen?“ Westhauser bezog sich auf die Oberbürgermeister Gerhard Rembold und Wolfgang Leidig auf, sowie MdB Christian Lange (SPD), von dessen selbstlosem Einsatz er sprach. Auf Westhausers Vorwurf „mangelnder Unabhängigkeit“ meinte Arnold, er habe alle Akteure bei seiner Rede am Sonntag im Stadtgarten ausdrücklich gewürdigt; am Montag, am Tunnel, sei dafür schlicht nicht die Zeit gewesen. In diesem Zusammenhang sprach Arnold erneut von den Verdiensten „führender Gemeinderäte quer durch alle Fraktionen“.

Gemeinderätin Christa Rösch machte sich zur Fürsprecherin des Gebiets Kiesäcker in Gmünds Osten – die bröckelnde Mauer am Eingang mache eine Straßenüberquerung notwendig; am Abend wurde die ÖPNV–Versorgung ausgedünnt; am B 29-​Übergang fehle auf einer Seite das Licht; vor allem lasse die Beschilderung zum Aldi und generell der Fußweg in die Stadt noch sehr zu wünschen übrig. Bürgermeister Bläse räumte ein, dass an der „Feineinstellung“ grundsätzlich noch einiges zu tun sei. Das werde jetzt alles aufgearbeitet – auch in der Ledergasse, wo das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer nicht funktioniere und die Schwächeren geschützt werden müssten.

Für den neuen Platz am Ende der Bockgasse, der heute um 16 Uhr eingeweiht wird, gibt es noch keinen Namen. Anlieger haben Einhorn-​, Peter Parler-​, Reinhold Maier– oder Bocksplatz vorgeschlagen. Auch anderes ist in der Diskussion.

Rems Zeitung, 28.11.2013