Am Kreisel führt kein Weg vorbei

8514bc90-3f76-4ad3-a7f8-7b04dadcfd3b.jpgAlle Gemeinderatsfraktionen begrüßen einen Kreisverkehr auf der Pfitzerkreuzung. So äußerten sich die Räte in ersten Stellungnahmen zu der Neuplanung, vorgestellt im Bau- und Umweltausschuss. Der Gesamtgemeinderat wird nächsten Mittwoch darüber abstimmen.

Kuno Staudenmaier

Schwäbisch Gmünd. Die Kommunalpolitiker erwarten von der neuen Lösung einen noch flüssigeren Verkehrsablauf, vor allem aber deutliche städtebauliche Vorteile. Bürgermeister Dr. Joachim Bläse erinnerte den Bau- und Umweltausschuss noch einmal an die Vorgeschichte, die Tatsache, dass die Firma Eichele schon den Auftrag für den Neubau einer Ampelkreuzung an der Stelle erhalten hat. „Dann kam der politische Wunsch, innezuhalten.“ Im Gemeinderat sei die Überzeugung gereift, dass ein Kreisverkehr an der Stelle doch Vorteile bringe.
Bürgermeister Julius Mihm erläuterte die Neuplanung. Ziel sei es gewesen, Voraussetzungen für einen möglichst reibungslosen Verkehrsablauf zu schaffen, gleichzeitig Fußgängern und Radfahrern problemloses Queren zu ermöglichen. Dafür sollen drei Überwege geschaffen werden, auf Höhe des Malteser Hilfsdienstes über die Baldungstraße, aus Richtung Mutlangen direkt vor dem Kreisverkehr und in der Remsstraße zwischen Sägbock und Kreisverkehr. Die Mehrkosten gegenüber einer Ampelkreuzung betragen rund 180 000 Euro, dazu kommen je 30 000 Euro für zusätzliche Planungskosten und für die Bepflanzung. Auch beim Ampelbau hätte sich die Stadt beteiligen müssen, allerdings nur mit 120 000 Euro. Die Gesamtkosten betragen rund 800 000 Euro, den Löwenanteil bezahlt der Bund als so genannte Rückbaumaßnahme in Zusammenhang mit dem Tunnelbau.
Sprecher aller Fraktionen waren sich einig, dass jetzt die bessere Lösung in Sicht ist. Die positiven Erfahrungen mit dem Baldungkreisel seien auch Grundlage für die neue Entwicklung, sagte Celestino Piazza (CDU). Städtebaulich gewinne Schwäbisch Gmünd dadurch. In diesem Zusammenhang könne man über eine Neuordnung des aus Mutlangen kommenden Verkehrs nachdenken, Autos vermehrt über die Graf-von-Soden-Straße lenken. Den dazu nötigen Umbau des Einmündungsbereichs solle man aber erst 2016 ins Auge fassen. Auch Konrad Sorg (SPD) wünscht sich neue Überlegungen für den Verkehr aus dem Gmünder Norden. Nach dem Erfolg des Baldungkreisels sei man aber guter Dinge, was den Pfitzerkreisverkehr angehe. Als „logische Folge“ bezeichnete Karl Miller (Grüne) die Kreisverkehrsüberlegungen. „Viel besser geht nicht mehr“, betonte Ullrich Dombrowski (FW/FDP) in Zusammenhang mit der Kreiselplanung. Für Karin Rauscher (FW Frauen) ist das städtebaulich schöner und Sebastian Fritz (Linke) ist überzeugt, dass der Kreisverkehr an dieser Stelle funktionieren wird.

© Gmünder Tagespost 18.03.2015 21:42:53