80 Millionen Euro für neue Wohnungen in Gmünd

team.cynthia.schneiderSchwäbisch Gmünd. In Schwäbisch Gmünd und seinen Teilorten fehlen Wohnungen. Bezahlbare. Deshalb hat die Stadt mit ihrer Vereinigten Gmünder Wohnungsbaugesellschaft VGW eine so genannte „Wohnraumoffensive“ gestartet. Geschäftsführer Celestino Piazza stellte am Mittwochabend im Gemeinderat vor, wo bis 2022 Wohnhäuser entstehen sollen:
Auf dem Hardt das „Neue Wohnen Sonnenhügel“: Hier sind rund 50 Wohnungen geplant, einige kleinere, vor allem aber Drei- bis Vierzimmerwohnungen. Denn diese fehlten besonders, sagte Piazza.
In Straßdorf im Wohngebiet „Käppelesäcker IV“: Doppelhäuser mit insgesamt acht Wohneinheiten sind geplant sowie Mehrfamilienhäuser mit zusammen 46 Wohneinheiten. Alternativ wären auch Reihenhäuser möglich, sagte Piazza.
In Bettringen das „Neue Wohnen Güglingstraße“: Zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 15 Wohnungen und zwei Reihenhäuser mit zusammen acht Wohneinheiten sieht die VGW hier vor.
In Lindach das „Neue Wohnen an der Osterlängstraße“: In einem Mehrfamilienhaus sollen hier sechs Wohnungen entstehen, in drei Reihenhäusern sind jeweils drei Partien vorgesehen.
In Großdeinbach im Wohngebiet „Holder II“: Hier plant die VGW ein Mehrfamilienhaus mit elf Wohnungen sowie ein Reihenhaus für vier Partien.
In der Innenstadt baut die VGW derzeit 31 Wohnungen auf dem Heyd-Areal. Etliche weitere Bauvorhaben sind geplant. Für jene in der Salvatorstraße, am Kaffeebergweg, in der Rinderbacher Gasse, im Mohrengässle und in der Oberen Halde gehören der VGW bereits die Grundstücke.
Insgesamt investiert die städtische Gesellschaft bis 2022 rund 80 Millionen Euro für insgesamt 266 Wohnungen und 23 Reihen- oder Doppelhäuser, sagte Piazza. Die Reihen- und Doppelhäuser wolle die VGW verkaufen, genauso knapp die Hälfte der neuen Wohnungen. So refinanziere die VGW den Wohnungsbau.

136 der neuen Wohnungen will die VGW vermieten. 60 Wohnungen – unter anderem jene beim Kreiswehrersatzamt – für eine Kaltmiete von 5,90 bis 6,20 Euro pro Quadratmeter. Die 55 neuen Wohnungen in den Stadtteilen sollen die Mieter kalt 8,50 bis 9 Euro auf den Quadratmeter kosten. Im Stadtgebiet kommt die Kaltmiete pro Quadratmeter auf 9,50 bis 10 Euro. Unterm Strich verlange die VGW so eine Durchschnitts-Kaltmiete von 8,10 Euro pro Quadratmeter im Neubau, sagte der Geschäftsführer.

Die Durchschnitts-Kaltmiete insgesamt betrage derzeit in Schwäbisch Gmünd 6,20 Euro. Bis zum Jahr 2022 soll diese auf 6,84 Euro steigen, bis 2027 auf 7,54 Euro, informierte Piazza über Prognosen zum Wohnungsmarkt.

60 Wohnungen bis 2022 – „das ist zu wenig“, sagte Stadträton Cynthia Schneider (Linke) über die geplanten Wohnungen im unteren Preissegment. „Ich muss in die Hände spucken, damit ich das so finanziert bekomme“, antwortete Piazza.

Die VGW will eine Tochtergesellschaft gründen: die VGW Facility Management GmbH (VGW-F), die sich unter anderem um Betriebskostenabrechnungen oder Handwerkerdienstleistungen kümmern soll. Dieses Vorhaben will der VGW-Geschäftsführer am Mittwoch, 12. Juli, ab 17 Uhr im Verwaltungsausschuss vorstellen.

© Gmünder Tagespost 05.07.2017 22:12