20. Januar 2020  Kreisvorstand, Ortsvorstand, Redaktion

Linkspartei will sozialen Wohnungsbau auf der Ostalb antreiben

Die Linkspartei will eine soziale und ökologische Politik betreiben und vor allem in den sozialen Wohnungsbau im Ostalbkreis eine neue Dynamik hineinbringen. Dies ist beim Neujahrsempfang des Kreisverbandes Ostalb im Büro der Partei in Aalen deutlich zum Ausdruck gekommen.

Kreisvorsitzender Justin Niebius zeigte sich in seinem Rückblick zufrieden mit den Ergebnissen der Kommunalwahlen 2019. Vor allem in Gmünd habe die Partei mit fünf Sitzen im Gemeinderat eine starke Position erreicht.

Gemeinde- und Kreisrat Roland Hamm widmete sich vor allem den Themen Wohnungsbau, ÖPNV und Ärzteversorgung. Ganzen Beitrag lesen »

Demo für Gleichberechtigung

SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Das Aktionsbündnis aus ADFC, Agenda Arbeitskreis Mobilität und Verkehr, Fridays for Future, Gmünder Radler, BUND, Linken, Grünen und SPD hatten gestern Abend zur ersten Critical Mass in diesem Jahr eingeladen, um mit der Radlerdemo Gleichberechtigung in der Verkehrspolitik und den Ausbau des Radwegnetzes in Gmünd einzufordern. Rund 70 Fahrrad- und Klimaaktivisten waren trotz der regnerischen Witterung dem Aufruf gefolgt.

Volker Nick begrüßte die Teilnehmer und lenkte diesmal den Blick auf die Situation in der Südstadt. Dorthin führte dann auch der Weg der Demonstranten nach der obligatorischen Runde durch die Innenstadt.

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Vorstellung der neuen Linken-Fraktion und Vorüberlegungen zum städtischen Haushalt

Auf Einladung des Ortsverbandes der Linken stellte sich die Fraktion der Linken den vielen interessierten Gästen vor. Im voll besetzten Nebenzimmer der Neuen Welt ging es dann nach der Vorstellung um die anstehenden Haushaltsberatungen im Gmünder Gemeinderat. Fraktionsvorsitzender Sebastian Fritz gab einen umfangreichen Ausblick auf die Themen, die die Fraktion einbringen möchte.

Die Linke möchte sich auch weiterhin für die Schaffung von preisgünstigem Wohnraum einsetzen. So soll es nicht nur bei Bauprojekten in der Innenstadt, sondern auch in Baugebieten in den Stadtteilen verdichteten Wohnraum geben, mit einem Anteil von 25 Prozent an preisgünstigem Wohnraum. Ganzen Beitrag lesen »

Radfahrer „gefährdet“

Schwäbisch Gmünd. „Radfahrer sind in Schwäbisch Gmünd stark gefährdet.“ Das beklagte Linke-Fraktionssprecher Sebastian Fritz in der Sitzung des Verwaltungsausschusses des Gemeinderats. Er verwies auf gefährliche Überholmanöver, von denen es Videoaufzeichnungen gebe. Konkret sprach er die Situation in der Buchstraße, der Weißensteiner Straße, der Goethestraße und der Eutighofer Straße an, wo Fahrradfahrer sowohl auf dem Gehweg als auch auf der Straße fahren dürfen. Das sei vielen Autofahrern aber offenbar nicht bewusst – trotz der aufgemalten Fahrrad-Piktogramme auf dem Bürgersteig und am Straßenrand. Daher appellierte Sebastian Fritz, die Autofahrer besser aufzuklären und mehr zu sensibilisieren. Ganzen Beitrag lesen »

Für Ordnungssünder kann’s deutlich teurer werden

5000 Euro Strafe für Ordnungssünder? Das werde auch in Zukunft die Ausnahme bleiben, meinte der Leiter des Ordnungsamts, Gerd Hägele, am Mittwoch im Verwaltungsausschuss. Bisher betragen die allermeisten Bußgelder für Ordnungswidrigkeiten etwa 20 bis 50 Euro. Das werde wohl auch künftig so sein. Dass die Obergrenze für solche Bußgelder jedoch von 1000 auf 5000 Euro erhöht wird, dem wird der Gemeinderat voraussichtlich zustimmen. Vorgesehen ist diese Erhöhung in der Neufassung der Polizeiverordnung, und die wurde bei der Vorberatung im Verwaltungsausschuss wohlwollend aufgenommen. Ganzen Beitrag lesen »

Eltern klagen über hohe Kitagebühren

Beherrschendes Thema in der gestrigen Sitzung des Verwaltungsausschusses des Gemeinderats war die zunehmende Klage von Eltern über vergleichsweise hohe Kindergartengebühren in Gmünd. Elternsprecherin Dr. Elena Hoffman hinterfragte dies nicht nur, sondern trug konstruktiv Ideen vor, um Stadtverwaltung und Gemeinderat aus dem Dilemma zu helfen.

SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Zahlreiche Mütter und Väter füllten die Zuhörerrei- he. Bürgermeister Dr. Joachim Bläse und Sprecher aller Fraktionen dankten und begrüßten die Elterninitiative. Diese bil- det den Impuls, dass nun ein Gesamtelternbeirat aus der Taufe gehoben wird, der zukünftig bei Beratungen und Entscheidungen in Sachen Gmünder Kita- Politik einbezogen werden soll. Stadträtin Sigrid Heusel (SPD) schlug sogar einen Runden Tisch vor, denn das Thema sei wichtig. „Kinder sind unserer Zu- kunft“.

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Kitagebühren sind in Gmünd viel teurer als in Stuttgart

15. Januar 2020  Gemeinderat, Presse, Redaktion

Die Kinderbetreuung ist zu teuer in Gmünd!“ So lautet der Betreff des Briefes, mit dem sich Dr. Elena Hoffman aus Schwäbisch Gmünd an Oberbürgermeister Richard Arnold gewandt hat. Als Mutter von drei Kindern klagt sie auch im Namen der Elternbeiräte der Kinderinsel auf dem Rehnenhof und weiterer Eltern, die ihre Kinder in anderen Gmünder Betreuungseinrichtungen haben: „Die Kitagebühren wurden in Schwäbisch Gmünd in den letzten Jahren massiv erhöht.“ Dies betreffe vor allem den Krippenbereich, wo Eltern aktuell monatlich bei einem Kind 658 Euro für 10,5 Stunden Betreuung pro Tag bezahlen – ohne Essen. Im Kindergartenjahr 2014/2015 seien es knapp 200 Euro weniger gewesen. Ganzen Beitrag lesen »

Leserbrief von Joachim Denke

30. Dezember 2019  Ortsvorstand, Presse, Redaktion

Wenn man derzeit die Leserbriefspalte zum Thema Flüchtlinge gespickt mit Bibelzitaten studiert, sollte man meinen, dass sich die Dunkelheit von draußen, offensichtlich auch in vielen Köpfe breitgemacht hat. Gut, dass mit der Wintersonnwende und der Geburt vom Jesuskind wieder Licht einkehrt, meteorologisch wie geistig.

Das Kind aus Bethlehem ist auch Symbol dafür, dass Kinder sowohl das schwächste Glied, wie auch die Zukunft einer Gesellschaft sind. Es muss für uns deshalb oberstes humanes Gebot sein, die Flüchtlingskinder aus den überfüllten und verdreckten Lagern in Griechenland zu holen und ihnen bei uns eine Bleibe zu geben. Da ist es gut, dass der Gemeinderat mit seiner „ Gmünder Erklärung „ die richtigen Akzente setzt. Ganzen Beitrag lesen »

Radfahrer in Gmünd: „Wir sind der Verkehr“

21. Dezember 2019  Gemeinderat, Presse, Redaktion, Sebastian Fritz

Bei der vierten Critical Mass dieses Jahr standen erstmals die Radfahrer im Stau, weil in den Tagen vor Weihnachten besonders viele Autos unterwegs sind. Kaum losgefahren, konnten die rund 70 Radler kurz nach 17 Uhr nicht in die Remsstraße einbiegen, weil dort ein Sattelschlepper entlud und den Verkehr blockierte. Eine Radfahrerin bemerkte trocken: „Die brauchen uns nicht fürs Verkehrschaos, das bekommen die selber hin.“ Damit spielte sie auf den Sinn der Critical Mass an: Mit ihrem geballten Auftreten wollen die Radler darauf aufmerksam machen, dass Fahrräder ein umweltschonendes und gesundes Fortbewegungsmittel sind. Wenn Autos durch die Demo einmal im Monat etwas ausgebremst werden, ist das durchaus gewollt. Ganzen Beitrag lesen »

Räte schätzen Umweltinitiativen der Stadt

19. Dezember 2019  Redaktion

Schwäbisch Gmünd. Wie viel CO2 produziert jeder einzelne Bürger in Gmünd, was erwartet die Einwohner durch künftige umweltpolitische Beschlüsse? Darüber unterrichtet Oberbürgermeister Richard Arnold den Gemeinderat und präsentiert ein detailliertes Papier, das auch Bürgern zugänglich sein wird. Für Arnold wichtig: „Der Gemeinderat muss nicht nur Entscheidungen zu den Themen treffen, sondern sie auch in die Gesellschaft hineintragen.“ Nur wenn man die Menschen mitnehme, könnten Konzepte der Zukunft umgesetzt werden. Ganzen Beitrag lesen »

Bezahlbare Wohnungen schaffen

Schwäbisch Gmünd. Die Wohnungsnachfrage in Schwäbisch Gmünds Stadtteil Großdeinbach ist groß. Der Gemeinderat stimmte in seiner Sitzung am Mittwoch für den Start eines Bebauungsplanverfahrens „Waldau Wasen“. Es handelt sich um eine Fläche im Bereich des Wasserturms. Dort soll auf gut einem Hektar verdichteter Geschosswohnungsbau kommen. Schwäbisch Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold erinnert an einen Wunsch aus dem Ortschaftsrat, dort auch bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Das wird in den Plan aufgenommen. 25 Prozent der neuen Wohnungen müssten günstig angeboten werden, zurzeit sind das 6,30 Euro je Quadratmeter. Ganzen Beitrag lesen »

Fraktion DIE LINKE unterstützt Seenotrettung

Die Fraktion DIE LINKE des Gmünder Gemeinderats unterstützt die Seenotrettung im Mittelmeer und spendete jetzt 2500.- Euro aus Sitzungsgeldern für den Verein „United 4 Rescue – Gemeinsam Retten!“. Dieser Verein ist ein Bündnis von rund 40 Partnern aus Kirchen, Kommunen, Vereinen und Initiativen. Er arbeitet auch mit der Evangelischen Kirche in Deutschland zusammen und beabsichtigt gemeinsam mit ihr so schnell wie möglich ein zusätzliches Rettungsschiff in Einsatz zu bringen. „United 4 Rescue“ kritisiert die Kriminalisierung der Seenotrettung und fordert faire Asylverfahren. Das Bündnis unterstützt die zivilen Seenotrettungsorganisationen, die im Mittelmeer dem Ertrinken von Menschen auf der Flucht nicht tatenlos zusehen, sondern dort humanitär handeln und Menschenleben retten, wo staatliche Seenotrettung versagt.  Ganzen Beitrag lesen »

Senioren-Busticket und mehr

Es ist vollbracht. Am Montagnachmittag sind im Landratsamt in Aalen die Verträge zur Gründung der kreisweiten Verbundgesellschaft im Öffentlichen Personennahverkehr unterzeichnet worden. Zum 1. Januar 2020 fahren alle Busse unter dem Dach der neuen OstalbMobil GmbH. Die Busunternehmer und der Landkreis sind darin gleichberechtigte Gesellschafter. Die europaweite Ausschreibung des Ostalb-Busverkehrs ist damit für vier Jahre erst einmal vom Tisch. Ganzen Beitrag lesen »

Leserbrief Amazon Joachim Denke

12. Dezember 2019  Redaktion

Da will ein Weltunternehmen in Gmünd über 1000 Arbeitsplätze abbauen, weil die Kapitalrendite nicht 8% sondern 3% beträgt. Gleichzeitig meldet ein ebenfalls hochprofitables Unternehmen an, in Gmünd Arbeitsplätze zu schaffen. Welch ein Glück sollte man meinen. Schaut man sich die Sache aber genauer an, kommt schnell die Ernüchterung.
Die Arbeitsbedingungen bei AMAZON sind katastrophal und von den Löhnen kann man nicht leben, jetzt nicht und später als Rentner nicht. Klar, dass so ein Unternehmen auch nicht ausbildet und seine Arbeiter nicht weiter qualifiziert. Gerade in der Lagerlogistik ist die Rationalisierungsquote mit am höchsten. Ganzen Beitrag lesen »

Räte diskutieren Klima in frostigem Klima

Schwäbisch Gmünd. Klima war am Mittwoch Thema im Gmünder Bauausschuss. In mehrfacher Hinsicht. Zum einen ging es darum, dass in drei Fällen Gmünds Flächennutzungsplan fortgeschrieben werden muss. Der Flächennutzungsplan ist der Plan, der festlegt, was auf welchen Flächen gebaut oder nicht gebaut werden kann. Damit steuert der Plan die Entwicklung einer Stadt. Zum anderen wogen die Stadträte Klimaschutz gegen Firmenansiedlungen und -erweiterungen ab. In mitunter frostigem Klima. In Bezug auf den Flächennutzungsplan diskutierten die Stadträte drei Standorte: Ganzen Beitrag lesen »

Fünf Klassenräume fürs HBG

Das Hans-Baldung-Gymnasium (HBG) soll erweitert werden. Für 2,4 Millionen Euro soll Gmünds größte Schule auf dem Westflügel der Schule einen Aufbau mit fünf weiteren Klassenräumen erhalten. Dies diskutierten die Stadträte des Bauausschusses am Mittwoch.

Der Leiter des Amtes für Bildung und Sport, Klaus Arnholdt, erläuterte zunächst die Notwendigkeit dieser Erweiterung. Das HBG war Gmünds erstes Gymnasium mit dem G-8-Zug. Lange bevor die anderen Schulen G 8 hatten. Nachdem G 8 landesweit eingeführt wurde, gab’s viel Kritik. Deshalb richtete das Land 40 Gymnasien ein, die neben G 8 einen G-9-Zug erhalten sollten. Das HBG war eines dieser Gymnasien. Der Andrang an der Schule entwickelte sich danach so, dass das Gymnasium inzwischen nur noch G 9 anbietet. Aktuell hat die Schule deshalb 22 Klassenzimmer bei 36 Klassen. Ganzen Beitrag lesen »

Vorsicht bei Waldau Wasen

Schwäbisch Gmünd. Keine Einwände gab es, das Gebiet „Waldau Wasen“ in Großdeinbach für den Wohnungsbau freizugeben. Die Stadträte Christoph Preiß (CDU) und Elmar Hägele (Grüne) mahnten allerdings, bei der Platzierung der Gebäude den Klimaschutz zu beachten. Die Nutzung sei „nicht unkritisch“. Andreas Benk (Linke) sah es als Dilemma, klimatisch kritische Gebiete verdichtet zu bebauen, auf unproblematischen Flächen dagegen nur Einfamilienhäuser zu stellen. Eine Gesamtplanung fehle.

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Einzelhandel und Nachhaltigkeit im Blick behalten

11. Dezember 2019  Gemeinderat, Ortsvorstand, Presse, Redaktion

LINKE-Ortsverband begrüßt die Entscheidung gegen eine Ansiedlung von Amazon in Schwäbisch Gmünd. Auswirkungen auf Einzelhandel und Geschäftsmodell des Konzerns lassen nur diesen Schluss zu.

Auf dem kürzlich durchgeführten Stammtisch der Linken wurde nochmals über die Entscheidung des Verwaltungsausschusses, sich gegen eine Ansiedlung von Amazon in Schwäbisch Gmünd auszusprechen, diskutiert. Aus Sicht der Anwesenden war dieser Beschluss der einzig vernünftige, denn Amazon ist schon seit langem für seine miserablen Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten bekannt. Ganzen Beitrag lesen »

Nein ist die richtige Antwort

06. Dezember 2019  Gemeinderat, Presse, Redaktion

Amazon baut kein Verteilzentrum in Gmünd. Das hat der zuständige Ausschuss des Gemeinderats in dieser Woche, wenn auch denkbar knapp, entschieden. Unterm Strich betrachtet: Die Entscheidung war richtig.

Das stärkste Argument: Soll die Stadt 25 000 bis 30 000 Quadratmeter Gewerbefläche in guter Lage bebauen lassen für etwa 100, in Spitzenzeiten 175, Arbeitsplätze? Eine ähnliche Frage hat der Gemeinderat bereits 2003 bei der Diskussion um ein Aldi-Logistikzentrum mit Nein beantwortet. Umso mehr muss sie jetzt, da die Knappheit solcher Baugrundstücke noch viel deutlicher zu spüren ist, verneint werden. Gut, dass die Stadträte auch unter dem Eindruck des drohenden Personalabbaus bei Bosch nicht zur schnellen Notlösung für neue Arbeitsplätze gegriffen haben.

Die ebenfalls diskutierte Frage, ob die Ansiedlung des Online-Konkurrenten dem Gmünder Einzelhandel zusätzlich zusetzt, ist dagegen nicht relevant. Kunden, offenbar auch viele in Gmünd, bestellen eben ihre Waren im Internet, weil für sie die Nähe des Verkäufers keine Rolle mehr spielt. Die Gmünder Einzelhändler müssen selbst aktiv werden, um sich gegen diesen Konkurrenten zu wehren. Ob der eine Außenstelle auf dem Gügling oder in der Krähe hätte, spielt keine Rolle.

Sehr wohl eine Rolle spielte das Image von Amazon. Immer wieder gibt es Berichte über fragwürdige Arbeitsbedingungen. Dieses Imageproblem wiegt schwer – gerade in einer Zeit, in der man Bosch an seine Verantwortung für die Arbeitnehmer erinnert. Wolfgang Fischer

© Gmünder Tagespost 06.12.2019 21:25